Holzbau

Der Begriff Holzbau bezeichnet in der Region Aarau, Brugg und Thalheim und der Schweiz den Bereich des Bauwesens, der Holz als Werkstoff verwendet. Der Holzbau unterscheidet sich in seinen Techniken und Werkstoffen teils stark von anderen Gebieten des Bauwesens, wie dem Mauerwerksbau oder dem Stahlbau. Häufig wird er allerdings in Kombination mit anderen Bautechniken angewendet. Ein Bauwerk wird in den seltensten Fällen aus einer einzigen Bautechnik errichtet. Viele Gebäude basieren auf Mauerwerk oder Beton, haben aber Balkendecken oder Dachstühle, die im Holzbau gefertigt wurden.

Je nach Region und Kulturkreis hat der Holzbau eine grössere oder kleinere Bedeutung. In Mitteleuropa wie der Region Aarau, Brugg und Thalheim werden beispielsweise Scheunen und Schuppen noch häufig als reine Holzbauten errichtet. Wohn- und Geschäftsgebäude werden dagegen eher selten mit der Holzbauweise errichtet. Die Systembauweise wird dafür im Holzbau immer beliebter. Bei dieser Bauart werden ganze Wandelemente komplett vorgefertigt und anschliessen auf der Baustelle direkt montiert.

Bauteile

Holz wird für einzelne Bauteile oder als integrierte Konstruktionen für komplette Bauwerke verwendet. Eines der häufigsten Holzbauteile sind Träger und Stützen. Hierfür werden in der Regel einfache Holzbalken verwendet. Decken wurden bis etwa in die 1960er-Jahre ebenfalls in vielen Fällen aus Holz gefertigt. Hierbei war die üblichste Bauweise die so genannte Holzbalkendecke. Wie der Name schon andeutet, besteht diese Decke aus tragenden Elementen in Form von Balken.

Holzwände werden bei den heutigen Gebäuden in der Region Aarau, Brugg und Thalheim kaum mehr eingesetzt, vielmehr werden sie unter anderem im Gartenbau als Palisadenwände gebaut und dienen dem Sichtschutz. Traditionellerweise werden Dächer fast ausschliesslich in Holzbauweise produziert. Holzkonstruktionen für Dächer können bis zu einer Spannweite von 60 Meter angewandt werden. Solche findet man zum Beispiel bei Reit-, Sport- oder Lagerhallen.

Holzhaus-Konstruktionen

Holz als Werkstoff für Gebäude wird bereits seit mehreren Jahrtausenden verwendet, schon in der Steinzeit wurden Pfahlbauten errichtet. Pfahlbauten sind Holzbauten, die an Flüssen, Seen, Sümpfen oder am Meer auf Pfählen gebaut werden. Auch in der Schweiz konnte man am Bodensee oder in der Region Aarau, Brugg und Thalheim historische Pfahlbauten nachweisen. An seichten Stellen wurden Pfähle eingerammt, worauf, ebenfalls aus Pfahlwerk, die Häuser gebaut wurden. Einer der Hauptgründe für die Pfahlbauweise war der Schutz vor Hochwasser, Raubtieren und feindlichen Stämmen.

Eine bedeutend massivere Bauweise im Holzbau ist der Blockbau. Wie der Pfahlbau ist auch er bereits seit der Jungsteinzeit bekannt und vor allem in Europa und Asien verbreitet. Beim Blockbau wird eine Blockwand auf einem Steinfundament oder einem Hartholzrahmen aufgebaut. Die Blockwand entsteht durch das Aufeinanderschichten von mehreren Hölzern, entweder aus Rundholz oder vierkantig geflächtem Holz.

Holzbrücken

Die Holzbauweise ist der älteste Bautyp im Brückenbau. Auch in der Region Aarau, Brugg und Thalheim und der Schweiz finden sich viele historische Holzbrücken. Die wohl bekannteste ist die Kapellbrücke von Luzern, die nach der Holzbrücke in Bad Säckingen die zweitlängste gedeckte Brücke Europas darstellt. Die einfachste Holzbrücke ist schlicht und einfach ein Baumstamm, der über ein Gewässer oder eine Schlucht gelegt wird. Nach und nach hat sich die Holzbaukunst bei Brücken weiter entwickelt bis zu Joch- und Fachwerkbrücken.