Türen

Die ersten Behausungen, die von Menschen gebaut wurden, damals noch aus Astgeflecht, Lehm oder Stein, hatten in der Regel noch keine verschliessbaren Türen zum Schutz von Raubtieren. Nicht weit entfernt von der Region Aarau, Brugg und Thalheim, in Pfäffikon und in Zürich, wurden die zweitältesten, beziehungsweise drittältesten Türen der Schweiz und Europas gefunden. Die Türe aus Zürich, welche bei Rettungsgrabungen am Opernhaus ausgegraben wurde, ist rund 5000 Jahre alt und besteht lediglich aus drei Brettern, die durch Steckverbindungen zusammengehalten werden.

Funktion

Die Grundfunktionen von Türen ist das Abgrenzen von Innen- und Aussenräumen gegenüber anderen Räumlichkeiten, so dass die Durchgangsmöglichkeit dennoch erhalten bleibt. Zudem können die Türen mit einem Schloss versehen werden, um die abgegrenzten Räumlichkeiten unzugänglich zu machen.

Neben dieser Grundfunktion gibt es noch diverse Zusatzfunktionen, welche die Türen in der Region Aarau, Brugg und Thalheim ausmachen. Einerseits kann jede Tür optisch so gestaltet werden, dass sie sich optimal der Umgebung anpasst, andererseits gibt es bauliche Bestimmungen und Anforderungen, welche die Türen erfüllen müssen. Dazu gehören Wärme- und Schallschutz, Rauchschutz, Strahlenschutz bei Röntgenräumen, Brandschutz sowie die mechanische Sicherheit.

Um diese Zusatzfunktionen zu erreichen, können beispielsweise zusätzliche Abdichtungen zwischen dem Türblatt, also dem beweglichen Teil der Türe, und dem Türrahmen angebracht werden. Andere Möglichkeiten sind Einlagen im Türblatt oder eine Abfolge von mehreren Türen hintereinander, wie das unter anderem bei Geschäftsgebäude öfters zu sehen ist.

Anschlagtür

In der Region Aarau, Brugg und Thalheim werden Türen in unterschiedlichen Bauformen hergestellt, je nach Verwendungsort und -zweck. Am häufigsten wird die Anschlagtür, auch Schwenktür genannt, verwendet, sie kommt praktisch in jedem Gebäude zum Einsatz. Bei Türen dieser Bauform ist der Türflügel in der Regel mit Scharnieren an einer Seite befestigt, dadurch entsteht beim Öffnen ein Türschwenkbereich. Eine Tür wird meistens so eingebaut, dass sie von einem Flur in einen Raum hinein schwingt. Jedoch gibt es Ausnahmen in Form von sehr kleinen Räumen wie WCs oder Abstellräume, bei denen die Türen nach aussen aufschwingen, um den ohnehin begrenzten Raum besser betreten und nutzen zu können.

Schiebetür

Eine weitere Bauform, die auch in der Region Aarau, Brugg und Thalheim verwendet wird, ist die Schiebetür. Sie sind allerdings weniger in Wohngebäuden, mehr aber in Geschäftsräumen in Gebrauch. Der grosse Vorteil der Schiebtür ist, dass sie durch horizontales Schieben geöffnet wird. Dadurch benötigen die Türen keinen Schwenkbereich und können ideal für sehr kleine Räume gebraucht werden. Zudem nehmen Schiebetüren das Gewicht nicht nur einseitig an der Angel auf wie Schwenktüren, sondern über- oder unterhalb der Türe. Diese Eigenschaft macht Schiebetüren besonders geeignet für schwere Tore.

Falttür

Neben Schiebetüren kommen in Strassenbahnen oder Bussen in der Region Aarau, Brugg und Thalheim auch Falttüren zum Einsatz. Diese Türen bestehen aus mehreren Teilen, welche sich beim Öffnen zusammenfalten. An Lagen, an denen der Raum ziemlich beengt ist und so ein Vollflügel nicht aufschlagen kann oder störend ist, eignen sich Falltüren besonders. Die Breite der einzelnen Flügel kann von sehr klein bis sehr gross gewählt werden, wodurch sich Falttüren an den unterschiedlichsten Orten einsetzen lassen. Neben den Strassenbahnen sieht man diese Türen bei Wintergärten, als Raumtrenner von Konferenzräumen, Garagentore oder sogar bei Konstruktionshallen im Flugzeug- und Schiffsbau.